Tunnelbau startet: 1,15 Kilometer lange Röhre soll Verkehr aus dem Stadtzentrum holen

(La Chaux-de-Fonds NE). Die Ostumfahrung von La Chaux-de-Fonds ist ein wichtiges Projekt der Mobilitätsstrategie 2030.

Am 10. September 2026 erfolgte in Anwesenheit von Vertretern von Kanton und Stadt der erste Spatenstich für den künftigen Tunnel des Arêtes.

Damit beginnt der unterirdische Aushub für das zentrale Bauwerk der Ostumfahrung von La Chaux-de-Fonds über die Hauptstrasse H18. Der Bau des Tunnels und seiner Zufahrten dauert vier Jahre. Die vollständige Eröffnung der Umfahrung ist für 2030 vorgesehen. Das Projekt soll die Attraktivität des Stadtzentrums von La Chaux-de-Fonds stärken.

Das Projekt der Ostumfahrung von La Chaux-de-Fonds über die Hauptstrasse H18 ist Teil der Strategie Neuchâtel Mobilité 2030 und soll die Attraktivität des Kantons als Wohn- und Wirtschaftsstandort stärken. Vorgesehen ist der Bau eines neuen, 1’154 Meter langen Tunnels sowie die Neugestaltung der Rue de l’Hôtel-de-Ville zwischen dem Südportal des Tunnels und dem Kreisel Bas-du-Reymond.

Für die Umsetzung steht ein Kredit von 186 Millionen Franken zur Verfügung. Davon stammen 110 Millionen Franken aus Bundesbeiträgen.

Die Investition wurde von 77 Prozent der Neuenburger Stimmbevölkerung gutgeheissen. Sie soll das Zentrum von La Chaux-de-Fonds verändern, indem der Transitverkehr reduziert und dadurch die Attraktivität als Wohn- und Einkaufsstandort sowie die nachhaltige Mobilität gestärkt werden.

Zusammen mit der geplanten Autobahnumfahrung N20, dem Projekt einer direkten Bahnverbindung und dem künftigen Bahnhof Cerisiers gehört die Ostumfahrung zu den grossen strategischen Projekten im Süden der Stadt. Sie sollen den Verkehr flüssiger machen, die Belastung durch den Transitverkehr verringern und den Umstieg auf andere Verkehrsmittel fördern.

Die Arbeiten für den Tunnel und die Strassenzufahrten wurden im Herbst 2025 an ein Konsortium von Unternehmen vergeben, das mehrheitlich aus dem Kanton Neuenburg stammt. Die Bauarbeiten begannen im Februar 2026.

Seither konzentrierten sich die Arbeiten hauptsächlich auf die Baugruben bei den beiden Tunnelportalen. Da die Arbeiten am Südportal im Vallon des Petites-Crosettes abgeschlossen sind, beginnt der Tunnelaushub nun von dieser Seite.

Beim Nordportal dauern die Aushubarbeiten voraussichtlich noch bis ins Frühjahr 2027. Von dort wird lediglich ein kurzer Vortrieb in Richtung Süden vorgenommen, um den Durchbruch des vom Südportal her kommenden Tunnels vorzubereiten.

Zunächst wird der Tunnel durch Mergelgestein vorgetrieben. Welche Geräte eingesetzt werden, hängt von der tatsächlichen Härte des Untergrunds ab.

Nach rund einem Jahr unterirdischer Arbeiten dürfte die Tunnelbohrung Kalkgestein erreichen. Dieses soll mit Sprengungen ausgebrochen werden.

Sofern die geologischen Verhältnisse keine unerwarteten Schwierigkeiten verursachen, ist der Tunneldurchschlag für das Frühjahr 2028 vorgesehen.

Anschliessend folgen der Innenausbau sowie die Installation der elektromechanischen Anlagen und der Sicherheitstechnik. Der Ratgeber erklärt, wie Beleuchtung, Signalisation, Überwachung, Rauchabsaugung und Fluchtwege in einem Strassentunnel zusammenspielen. Die neue Strassenverbindung soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2030 für den Verkehr freigegeben werden.

 

Quelle: Kanton Neuenburg, Departement für Raumentwicklung und Umwelt
Bildquelle: Symbolbild © somkanae sawatdinak/Shutterstock.com

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