Westschweiz: Telefonbetrug boomt – Täter ergaunern Millionen
Telefonbetrüger sind in der französischsprachigen Schweiz weiterhin sehr aktiv.
Seit Jahresbeginn verzeichnet die Polizei konstant viele Anzeigen wegen Personen, die sich als Polizisten oder Bankangestellte ausgeben.
Die Bevölkerung wird dringend gebeten, wachsam zu bleiben und bei Verdacht sofort die 117 anzurufen.
In den ersten drei Monaten des Jahres verzeichneten die Polizeibehörden in der französischsprachigen Schweiz über 930 Telefonbetrugsfälle (274 erfolgreiche Fälle, 657 Betrugsversuche). Der Gesamtschaden beläuft sich auf über 2,4 Millionen CHF. Die Täter geben sich typischerweise als Polizisten, Bankangestellte oder Mitarbeiter von Betrugsbekämpfungseinheiten aus. Durch alarmierende Aussagen und die von ihnen erzeugte Angst versuchen sie, Bargeld, Bankkarten, Schmuck oder andere Wertgegenstände von ihren Opfern zu erlangen.
In diesem Zusammenhang wurden dieses Jahr bereits fast 40 Personen festgenommen. Bei den meisten Verdächtigen handelt es sich um Kuriere, die über soziale Medien rekrutiert wurden. Ihre Aufgabe ist es, unter dem Vorwand, Opfer zu schützen, Wertgegenstände von ihnen einzusammeln.
Die Polizei weist zudem darauf hin, dass verlockende Jobangebote, die schnelles Geld versprechen, in der Regel unseriös sind und mit Misstrauen betrachtet werden sollten. Mit anderen Worten: Jeder, der in irgendeiner Form an Betrug beteiligt ist, wird systematisch strafrechtlich verfolgt.
Hinweis an die Öffentlichkeit
- Lassen Sie sich niemals am Telefon oder an Ihrer Haustür unter Druck setzen;
- Geben Sie Fremden niemals Bargeld, Bankkarten oder Schmuck;
- Geben Sie Ihre Passwörter oder Bankdaten niemals an Dritte weiter;
- Sprechen Sie mit Ihren Mitmenschen über dieses Phänomen;
- Wenn Sie von jemandem belästigt werden, rufen Sie die 117 an!
Quelle: Kantonspolizei Jura
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