Feuer in Mehrfamilienhaus: Bewohner versucht selbst zu löschen – 40 Mieter evakuiert

(La Chaux-de-Fonds NE). In der Nacht auf Samstag (17.10.2026) ist in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses ein Brand ausgebrochen, weshalb mehrere Mieter vorübergehend evakuiert werden mussten.

Rund 40 Bewohner warteten während des Feuerwehreinsatzes im Freien. Die Einsatzkräfte konnten eine Ausbreitung der Flammen auf weitere Wohnungen verhindern.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Brand: Samstag, 17. Oktober 2026
  • Alarmierung: Kurz nach 3 Uhr
  • Ort: Rue Jaquet-Droz 12, La Chaux-de-Fonds
  • Brandort: Wohnung in einem Mehrfamilienhaus
  • Entdeckt durch: Einen Passanten, der Flammen an einem Fenster bemerkte
  • Evakuierung: Rund 40 Mieter vorübergehend im Freien
  • Feuerwehr: 14 Berufs- und freiwillige Feuerwehrleute des SISMN
  • Polizei: Fünf Patrouillen
  • Rettungsdienst: Eine Person vorsorglich untersucht
  • Verletzte: Keine
  • Brandwohnung: Versiegelt, Bewohner wird anderweitig untergebracht
  • Brandursache: Noch ungeklärt

Passant entdeckt Flammen an einem Wohnungsfenster

Am Samstag, 17. Oktober, kurz nach 3 Uhr wurde die Neuenburger Notrufzentrale (CNU) von einem Passanten informiert, dass Flammen aus einem Fenster des Gebäudes an der Rue Jaquet-Droz 12 in der Stadt La Chaux-de-Fonds schlugen.

Rund 40 Mieter müssen mitten in der Nacht ins Freie

Die rasch eintreffenden Einsatzkräfte konnten das Gebäude teilweise evakuieren und den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Dadurch wurde verhindert, dass sich das Feuer auf die anderen Wohnungen ausbreitete.

Rund 40 Mieter mussten während des Einsatzes und der Belüftung der Räumlichkeiten im Freien warten, bevor sie nach und nach in ihre Wohnungen zurückkehren konnten.

Bewohner versucht, Feuer eigenständig zu löschen

Der Bewohner der vom Brand betroffenen Wohnung versuchte, das Feuer mit eigenen Mitteln zu löschen, musste seine Wohnung wegen des Rauchs jedoch verlassen und alarmierte seine Nachbarn.

Fünf Polizeipatrouillen und Forensikerin im Einsatz

Fünf Patrouillen der Neuenburger Polizei standen im Einsatz. Ebenfalls vor Ort war eine Inspektorin des Forensischen Dienstes, die den unmittelbaren Brandort für erste Untersuchungen betreten konnte. Darüber hinaus wurden ein Inspektor der kantonalen Gebäudeversicherung ECAP und ein Elektriker beigezogen.

14 Feuerwehrleute bekämpfen den Brand

An den Rettungsarbeiten waren zudem 14 Berufs- und freiwillige Feuerwehrleute des Service d’Incendie et de Secours des Montagnes neuchâteloises (SISMN) beteiligt.

Auch eine Ambulanz wurde aufgeboten. Sie untersuchte eine Person, die letztlich keine medizinische Behandlung benötigte.

Brandwohnung versiegelt – Mieter muss anderweitig untergebracht werden

Für die Ermittlungen und die Wiederherstellung der Räumlichkeiten wurde die Wohnung, in der das Feuer ausgebrochen war, versiegelt. Ihr Bewohner wird anderweitig untergebracht.

Staatsanwaltschaft eröffnet Untersuchung zur Brandursache

Die diensthabende Staatsanwältin Camille Baldinetti hat eine Untersuchung eröffnet, um die Ursache des Brandes zu klären.


Polizei.news informiert | Brandschutz

Wohnungsbrand in der Nacht: Warum Rauch oft gefährlicher ist als die Flammen

Bei einem Wohnungsbrand entstehen nicht nur hohe Temperaturen. Besonders gefährlich ist der Brandrauch: Er kann giftige Gase enthalten, die Orientierung erschweren und schon nach kurzer Zeit lebensbedrohlich werden.

Gerade nachts ist das Risiko gross, einen Brand erst spät zu bemerken. Deshalb können richtig installierte Rauchwarnmelder wertvolle Sekunden verschaffen, um sich in Sicherheit zu bringen.

Sechs Dinge, die im Brandfall wichtig sind

  • Feuerwehr alarmieren: Über die Notrufnummer 118 sofort Hilfe anfordern.
  • Menschen warnen: Nachbarn und Mitbewohner verständigen, soweit dies ohne Eigengefährdung möglich ist.
  • Türen schliessen: Geschlossene Türen können die Ausbreitung von Feuer und Rauch verlangsamen.
  • Treppen statt Lift: Bei einem freien, sicheren Fluchtweg das Gebäude über das Treppenhaus verlassen.
  • Verrauchten Fluchtweg meiden: Nicht durch dichten Rauch laufen. Bei einem unpassierbaren Treppenhaus in einem möglichst sicheren, rauchfreien Bereich bleiben und der Feuerwehr den Standort mitteilen.
  • Nicht zurückkehren: Wertsachen oder persönliche Gegenstände rechtfertigen keine erneute Gefährdung.

Warum geschlossene Wohnungstüren so wichtig sind

In Mehrfamilienhäusern sollen brandschutztechnisch geeignete Wände und Türen verhindern, dass sich Feuer und Rauch ungehindert ausbreiten. Eine geschlossene Wohnungstür kann deshalb einen entscheidenden Unterschied machen. Die Schutzwirkung hängt allerdings von der Bauweise und dem Zustand der Tür ab.

Eine einfache Vorsorge für jedes Zuhause

Fluchtwege sollten frei von Möbeln, Velos, Kinderwagen und anderen Hindernissen bleiben. Wichtig ist ausserdem, dass alle Bewohner wissen, wie sie das Gebäude im Notfall verlassen können.

Wer einen Rauchwarnmelder besitzt, sollte dessen Funktionsfähigkeit regelmässig gemäss Herstellerangaben überprüfen. Besonders sinnvoll sind Rauchwarnmelder in Schlafbereichen und Fluren, die als Fluchtwege dienen.


 

Quelle: Kantonspolizei Neuenburg – offizielle Medienmitteilung / Polizei.news
Bildquelle: Symbolbild ©  SevenMaps/Shutterstock.com

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