Neue Technik für S-Bahn-Züge – besserer Handyempfang und weniger Energieverbrauch

(Zürich ZH). Die SBB modernisiert einen wesentlichen Teil der Fahrzeugflotte der Zürcher S-Bahn.

Die ersten erneuerten Züge sind bereits auf dem Netz unterwegs. Die Investitionen von rund 500 Millionen Franken verbessern den Komfort und sorgen für einen verlängerten und weiterhin sicheren Einsatz der Züge.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Investition: Rund 500 Millionen Franken
  • Modernisierung: Züge der zweiten und dritten Generation
  • Komfort: Neue Sitzpolster, Böden, LED-Licht und Beschriftungen
  • Handyempfang: Mobilfunkdurchlässige Fensterscheiben
  • Lebensdauer: Verlängerung von 25 auf 32 Jahre
  • Flotte: 61 DTZ und 69 Regio-Dosto
  • Fahrgäste: Täglich über 700’000 Kundinnen und Kunden
  • Umbau: Die Arbeiten erfolgen schrittweise im SBB-Werk Olten

Über 700’000 Menschen nutzen die Zürcher S-Bahn täglich

Mit den Zügen der Zürcher S-Bahn sind täglich über 700 000 Kundinnen und Kunden unterwegs. Die Fahrzeuge der ersten Generation werden bekanntlich in den 2030er-Jahren durch neue Züge von Siemens Mobility ersetzt.

Nun erneuert die SBB die S-Bahnen der zweiten und dritten Generation, damit die Reisenden weiterhin in sicheren, zuverlässigen und komfortablen Zügen unterwegs sind.

🚆 Das bekommen Fahrgäste in den modernisierten Zügen
✓ neue Sitzpolster
✓ neue Bodenbeläge
✓ moderne LED-Beleuchtung
✓ verbesserte Beschriftungen
✓ besseren Mobilfunkempfang
✓ besser wärmegedämmte Fensterscheiben

Innenraum der S-Bahnen wird für Reisende aufgewertet

Reisende profitieren von einem aufgewerteten Innenraum mit neuen Bodenbelägen und Sitzpolstern, LED-Beleuchtung und verbesserter Beschriftung. Dank mobilfunkdurchlässiger Scheiben wird der Empfang im Zug für die Fahrgäste verbessert. Zudem investiert die SBB in die Energieeffizenz und Sicherheit der Züge.

Die ersten modernisierten Doppelstock-Triebzüge (DTZ) der zweiten Generation sind seit rund einem Jahr im Einsatz.

Seit Mitte September 2026 verkehrt nun der erste erneuerte Regio-Dosto der dritten Generation der Zürcher S-Bahn.

👀 So erkennt man die erneuerten Züge

Die modernisierten Züge sind von aussen leicht an den weissen Streifen links und rechts der roten Türen erkennbar.

500 Millionen Franken für die Zürcher S-Bahn

Für die Erneuerung investieren die SBB, der ZVV, die Kantone Aargau, Glarus, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau und Zug sowie der Bund insgesamt rund 500 Millionen Franken; knapp 230 Millionen für die DTZ und rund 270 Millionen für die Regio-Dosto-Züge.

230 Mio.
Franken für die DTZ
270 Mio.
Franken für die Regio-Dosto
+7 Jahre
zusätzliche Einsatzdauer

Ergänzend erneuert die SBB auch die 24 IR-Dosto (RABe 511) des Fernverkehrs, die technisch zur gleichen Fahrzeugfamilie gehören wie die Regio-Dosto-Züge der Zürcher S-Bahn. Die Investitionen belaufen sich hier auf rund 68 Millionen Franken.

Der erste Prototyp IR-Dosto verkehrt ab Winter 2027. Die Erneuerung der Züge erfolgt schrittweise und findet im Werk Olten statt.

Aus 25 Jahren werden 32 Jahre

Die Züge der zweiten Generation bestehen aus 61 Doppelstock-Triebzügen (DTZ) des Zugherstellers Siemens und stehen seit 2006 im Einsatz für die Zürcher S-Bahn.

Ab 2012 ergänzten 69 Regio-Dosto von Stadler Rail als dritte Zuggeneration die Flotte der Zürcher S-Bahn.

Beide Flotten waren ursprünglich für 25 Jahre Nutzungsdauer ausgelegt; mit der Erneuerung verlängert die SBB die Einsatzdauer auf 32 Jahre. Die DTZ werden Ende der 2030er-Jahre durch neue Züge ersetzt, die Regio-Dosto in den 2040er-Jahren.

♻️ Modernisieren statt frühzeitig ersetzen

Die technische Erneuerung verlängert die geplante Einsatzdauer beider Flotten um sieben Jahre. Damit können die bestehenden Fahrzeuge länger eingesetzt werden, bevor sie durch eine neue Zuggeneration ersetzt werden.

Mit modernisierten Zügen trägt die SBB dazu bei, dass Reisende schweizweit in sicheren, pünktlichen und sauberen Zügen unterwegs sind. Pro Tag sind schweizweit durchschnittlich rund 8000 Personenverkehrs-Züge im Einsatz. Die SBB investiert in den nächsten Jahren jährlich rund eine Milliarde Franken in neue und modernisierte Züge im gesamten Netz.

Was wird technisch an den Zügen gemacht?

Hinter dem neuen Erscheinungsbild steckt deutlich mehr als eine optische Auffrischung.

🔧 Beide Zugtypen erhalten unter anderem:

  • eine neue Lackierung der Wagenkasten
  • Instandsetzungen von Korrosionsstellen
  • neue Fronthauben aus glasfaserverstärktem Kunststoff
  • neue Bodenbeläge
  • LED-Beleuchtung
  • mobilfunkdurchlässige Fensterscheiben
  • eine verbesserte Wärmedämmung der Fenster

Bei beiden Zugtypten werden die Wagenkasten neu lackiert und Korrosionsstellen instand gesetzt, Fronthauben aus Glasfaserverstärktem Kunststoff ersetzt, neue Bodenbeläge und LED-Beleuchtung eingebaut sowie mobilfunkdurchlässige Fensterscheiben mit verbesserter Wärmedämmung eingesetzt.

Die neue Beleuchtung und die neuen Scheiben verbessern die Energieeffizienz der Züge: Künftig sind keine Signalverstärker mehr notwendig, und es muss weniger geheizt und klimatisiert werden.

RABe 514: Das wird zusätzlich erneuert

🚆 Doppelstock-Triebzüge DTZ

Bei den DTZ werden zudem Notaustiegsfenster und Schaumlöscher nachgerüstet; Fernlicht, Führerpult, Lokpersonalsitz, Scheibenwischersteuerung und Kupplungsauflagen optimiert.

RABe 511: Auch WC und Notrufsystem werden modernisiert

🚆 Regio-Dosto

Bei den Regio-Dosto wird ausserdem der Bioreaktor des WC-Systems angepasst sowie Notrufsprechstellen und Hilferuftaster erneuert. Zusätzlich wird das energieoptimierte Abstellen umgesetzt.


📱 Warum neue Fensterscheiben den Handyempfang verbessern

Eine für Reisende besonders interessante Änderung steckt im Fenster: Die modernisierten Züge erhalten mobilfunkdurchlässige Scheiben. Dadurch gelangen Mobilfunksignale besser von aussen in den Zug.

Für die Fahrgäste soll das einen besseren Mobilfunkempfang ermöglichen. Gleichzeitig werden dadurch künftig keine Signalverstärker mehr benötigt.

Die neuen Scheiben besitzen zudem eine verbesserte Wärmedämmung. Zusammen mit der LED-Beleuchtung verbessert dies laut SBB die Energieeffizienz, weil weniger geheizt und klimatisiert werden muss.


 

Quelle: SBB (bearbeitet von Polizei.news)
Bildquelle: SBB CFF FFS

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