Schweizer Armee: Studie zeigt Wege zur Entschärfung der Spannungen in der Arktis
In welchem Ausmass könnten vertrauens- und sicherheitsbildende Mechanismen zur Verringerung des Risikos unbeabsichtigter Eskalationen in der Arktis angewendet werden?
Während die Militarisierung der Arktis und das daraus resultierende Sicherheitsdilemma in den vergangenen Jahren zunehmend wissenschaftliche Aufmerksamkeit erhalten haben, wurde bislang kaum diskutiert, wie dieses Dilemma überwunden oder die daraus entstehenden Eskalationsrisiken gemindert werden könnten.
Der Beitrag kommt zum Schluss, dass der Westen eine langfristige Strategie benötigt, die Abschreckung mit Rückversicherung und Überzeugungsarbeit kombiniert. Ziel sei es, Russland schrittweise eine Rückkehr zur Zusammenarbeit zu ermöglichen.
Mit wachsendem Vertrauen könnten im Laufe der Zeit vertrauens- und sicherheitsbildende Abkommen abgeschlossen werden, die sich an bestehenden Vereinbarungen orientieren. Als Beispiele werden das Wiener Dokument von 2011 sowie der Verhaltenskodex für ungeplante Begegnungen auf See in Ostasien aus dem Jahr 2014 genannt.
Obwohl es in der aktuellen angespannten geopolitischen Lage schwierig sei, solche Massnahmen voranzutreiben, könnte eine langfristige Strategie mit schrittweisem Vorgehen einen Ansatz bieten, um die festgefahrene Situation aufzubrechen.
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Über stratos
stratos ist die militärwissenschaftliche Zeitschrift der Armee. Sie richtet sich an ein Fachpublikum und an eine interessierte Öffentlichkeit und will relevante Themen zu Armee, Verteidigung, Sicherheit und Sicherheitspolitik zur Diskussion bringen.
Die Publikation erscheint zweimal jährlich in gedruckter Form und besteht daneben als digitale Plattform, auf der laufend neue Beiträge veröffentlicht werden.
Quelle: Schweizer Armee / stratos
Bildquelle: UNO